Geschichte der Cavaliere

Schon alte Meister haben Cavaliere verewigt. Viele Gemälde dieser Zeit, die das Familienleben der Königshäuser in Europa darstellen, zeigen kleine Spaniels als Begleitung von Kindern und Damen.

Am Hofe Charles II. erlebte die Spanielzucht einen ihrer Höhepunkte. Mit dem Einzug der Oranier jedoch verschwanden diese Hunde, wurden durch Möpse ersetzt und nur in wenigen Familien wie zuvor weitergezüchtet.

1892 wurde die Rasse in England eingetragen, hatte sich aber bis dahin stark verändert und war sehr kurznasig geworden.

So kam es, dass der Amerikaner Roswell Eldridge sie ab 1926 sozusagen wiederbelebte, indem er für einen langnasigen Hund alten Typs einen hohen Preis aussetzte.

Damit begann die Rückzüchtung des alten Zwerspaniels, der 1945 als Rasse anerkannt wurde und seitdem seinen kurznasigen Vetter, den King Charles Spaniel, an Popularität weit hinter sich gelassen hat.

"The Railroad"
Edouard Manet
1873
National Gallery of Art
Washington DC, USA

Wesen und Charakter des Cavaliers

Der Cavalier ist ein freundlicher, lebhafter, intelligenter und kinderlieber Hund, der sich seiner häuslichen Umgebung sehr gut angepaßt. Ob er in einer Etagenwohnung zu Hause ist oder in einem Haus mit großem Garten lebt, ist für den Cavalier zweitrangig, wenn er seinen täglichen Auslauf erhält um sich auszutoben. Er ist sehr liebebedürftig und sucht ständig die Nähe eines Menschen. Auch mit anderen Hunden verträgt er sich generell gut. Die Liebe die man ihm gibt, gibt einem ein Cavalier wieder um ein Vielfaches zurück.

Die Frage ob Rüde oder Hündin, stellt sich beim Cavalier nicht, außer den geschlechtlichen Unterschieden (z.B. Hitze), sind Rüden und Hündinnen gleichwertige Familienhunde und lassen sich gleichermaßen gut erziehen.

Wegen seiner geringen Größe und seines umgänglichen Wesens ist der Cavalier auch für ältere Menschen ein guter Begleiter.

"Venus von Urbino"
Tizian
1538
Uffizien, Florenz

Die Farben des Cavaliers

Der Black and Tan zeigt eine rabenschwarze Grundfarbe mit lohfarbenen Markierungen über den Augen, an den Wangen innerhalb der Ohren, an der Brust und unterhalb der Rute. Weiße Abzeichen sind nicht erwünscht.

Der Ruby zeigt ein einfarbiges, leuchtendes Rot. Weiße Markierungen sind auch hier unerwünscht.

Der Blenheim hat gut durchbrochene, leuchtende kastanienfarbene Platten auf perlweißem Grund. Die Markierungen am Kopf sollen die Stirnpartie gleichmäßig aufteilen und zwischen den Ohren Raum für die so sehr geschätzten Spot lassen.

Der Tricolour soll gut verteiltes Schwarz und Weiß mit lohfarbenen Markierungen über den Augen, an den Wangen, an den Innenseiten der Ohren und der Beine und unterhalb des Rutenansatzes haben.

Größe und Merkmale des Cavaliers

Der Cavalier ist mit seinem Gewicht von ca. 8 Kilo ein ausgewogener, kompakter Hund. Sein seidenes Fell braucht regelmäßige Pflege durch kämmen damit es in guter Kondition bleibt. Er darf keinesfalls getrimmt werden.

Cavaliere aus guter Zucht haben selten Gesundheitsprobleme und besuchen ihren Tierarzt nur zur jährlichen Schutzimpfung und Kontrolluntersuchung.